Die meisten europäischen Bahnnetze, darunter auch die
FS, haben eine einheitliche internationale
Markierung der Wagen angenommen. Diesem System gemäß
zeichnen sich die verschiedenen Fahrzeuge durch eine Buchstabenabkürzung
(Buchstabenmarkierung) und eine Nummernreihenfolge (Nummermarkierung)
aus.
Die Buchstabenmarkierung ist so konzipiert,
dass jeder Sonderwagenkategorie (gedeckt, mit hohen Wänden,
Flachwagen, usw.) ein Großbuchstabe entspricht, der Kategorie-
oder Baureihenbuchstabe genannt wird. Neben dem Baureihenbuchstaben
sind auch einige Kennbuchstaben oder Verzeichnisse mit Kleinbuchstaben
angegeben, die anzeigen, ob die vorgesehenen Anforderungen für
die Wagen der Baureihe ordnungsgemäß vorhanden sind
oder nicht.
Die
Nummernmarkierung besteht aus vier Elementen nach
der folgenden Gruppierung von Kodes und Nummern:
Zeigt
die Austauschvorschriften des international eingesetzten
Wagens an und ob der eventuelle Einsatz auf Linien
anderer Spur möglich ist;
Kennzeichnet das Eigentumsnetz
oder das einstellende Netz für Privatwagen;
Gibt die
effektive Anzahl der Betriebe an:
- mit den ersten vier Nummern, die zugehörige Wagenbaureihe
(in jeder Baureihe sind die Wagen gruppiert, die gleichartige
Betriebsmerkmale aufweisen);
- mit den anderen drei Nummern wird die Nummernfolge im
Rahmen jeder Baureihe angegeben;
Es handelt sich um eine
Eigenkontrollnummer, durch welche es ermöglicht
wird, die automatische Kontrolle der Genauigkeit der
Nummernmarkierung durch die Lochkartenmaschine durchzuführen.
Daher können durch eine einheitliche Markierung, neben
dem Austauschvorschriften und dem Eigentumsnetz bzw. einstellendem
Netz, auch die Hauptbetriebsmerkmale des Fahrzeugs leicht identifiziert
werden.
Die einheitliche Markierung ist in Bezug auf den Buchstabenteil
nur bei den italienischen, französischen, belgischen, holländischen,
luxemburgischen, dänischen, deutschen, schweizerischen
und österreichischen Bahnen Vorschrift, während der
Teil der Nummer bei allen europäischen Bahnen bindend ist.
Hauptanschriften
auf den Wagen
Kennzeichnung
für die Wagen, die den Bau- und Austauschbestimmungen
des internationalen Verkehrs entsprechen. Lediglich
bei Privatwagen zeigt das Sternchen an, dass gemäß
Sondervereinbarungen Handelseinschränkungen
vorhanden sind.
Kennzeichnung
für die Wagen, die den Baubestimmungen der RIV (Bestimmung
für den gegenseitigen Einsatz von international eingesetzten
Wagen) nicht entsprechen, jedoch auf den im Kennzeichen
angegebenen Netzlinien zulässig sind. Lediglich bei
Privatwagen zeigt das Sternchen an, das gemäß
Sondervereinbarungen Handelseinschränkungen vorhanden
sind.
Kennzeichnung
der Tara der Wagen.
Kennzeichnung
der Kapazität der Kübelwagen.
Kennzeichnung
der Bodenfläche des Wagens.
Kennzeichnung
der Lastnutzlänge.
Kennzeichnung
der Wagenlänge einschließlich Puffer.
Kennzeichnung
des kleinsten Wendekreislaufs.
Kennzeichnung
der Drehgestellwagen, die nur auf beweglichen Brücken
mit Neigungswinkeln unter 3° 30' fahren dürfen.
Zusätzliche
Kennzeichnung der Wagen, die auf den Linien der British
Railways fahren dürfen.
Kennzeichnung
zur Identifizierung von Privatwagen oder der Privatkunden
verfrachteten Wagen.
Kennzeichnung
der Wagen, die den internationalen Normierungsbestimmungen
entsprechen ("genormte Wagen").
Kennzeichnung
der genormten Standardwagen, nach den Entwürfen
des ORE (Forschungs- und Versuchsamt) gefertigt.
Anmerkung: Die Anschriften über die Lastgrenze und
den Punktlasten sind separat ausgezeichnet